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Polizeichor Göttingen e.V.

 

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Konzertreise ins Werdenfelser-Land

Knapp 1 1/2 Jahre hat die Vorbereitung für unsere diesjährige Konzertreise gedauert, am 10.06. war es soweit:
36 Sänger, 1 Chorleiter und 60 Anhänger des Polizeichores Göttingen fuhren mit zwei Bussen in die “zweite Heimat” ihres Vorsitzenden Bernd Lüders - Bad Kohlgrub, Deutschland höchstgelegenes Moorbad!
Um 07.00 Uhr war die Abfahrt, zwei Pausen waren eingeplant und um 15.30 Uhr erreichten alle unser Domizil für die nächsten
4 Tage, das 4-Sterne-Hotel “Schillingshof”. Bei der Fahrt durch den Ort sahen wir überall Plakate mit der Konzertankündigung des Polizeichores Göttingen mit der Blaskapelle Bad Kohlgrub für den Samstag.
Nach einer kurzen Nacht sollte die Erkundung der näheren Umgebung folgen: Bad Kohlgrub, Garmisch-Partenkirchen, Ettal, Oberammergau! Doch bereits in Garmisch war es mit der Herrlichkeit vorbei. Strömender Regen veranlaßte die knapp 100 Reisenden in mehrere Kaffees zu flüchten, um dort die 90 “Freiminuten” zu verbringen, anstatt sich die schöne Innenstadt anzusehen, schade.
Auch am Kloster Ettal hatte das Wetter kein Einsehen, doch hier hatte der Pater uns erlaubt, in der Basilika ein paar Chorsätze zu singen; eine gute Generalprobe für Sonntag, doch dazu später mehr.
Da der Regen immer noch nicht nachgelassen hatte, wurde am frühen Nachmittag der “Schillingshof” wieder angefahren und zunächst auf Oberammergau verzichtet.
Um 18.15 Uhr dann Abfahrt zur Generalprobe.
Noch nie hatte die mitwirkende Blaskapelle Bad Kohlgrub (ca. 25 überwiegend junge Musikerinnen) den Sängergruß der Polizei und schon gar nicht das “Amazing Grace” zusammen mit einem Männerchor gespielt. Aber wir hatten die Orchesterpartituren bereits 8 Wochen vorher hingeschickt, und - nach drei bis vier Proben klappte das Zusammenwirken doch ganz gut (unser Chorleiter Klaus Klapproth hatte kurzerhand den Taktstock übernommen). Der Abend wurde von unserem 1. Vorsitzenden Bernd LÜDERS in einer niedersächsischen Uniform aus den 60er Jahren mit Tschakko moderiert.
Ein wunderschöner Abend im vollbesetzten Kursaal ging gegen 23.30 Uhr zu Ende mit der Erkenntnis: Auch so kleine Ortschaften haben hervorragende Blaskapellen!
Am Sonntag hieß es dann bei herrlichem Wetter früh aufstehen. Die Begleitung einer Pfingstmesse in einer der schönsten Kirchen in Deutschland stand an - der “Wallfahrtskirche zum gegeißelten Heiland auf der Wies” - kurz “Die Wies”!
Unsere Erwartungen wurden noch übertroffen. Angesetzt auf 45 Minuten dauerte die Messe 75 Minuten, und von uns aus hätte sie ruhig noch länger dauern können: Vollbesetzte Kirche (ca. 400 Menschen, davon ca. 150 stehend, da keine Sitzplätze mehr vorhanden waren), tolle Akustik und wunderbare Atmosphäre, zu der der Pfarrer sehr viel beitrug. Nach der Messe nahm er sich dann die Zeit, um den Sängern und Mitreisenden die Entstehung der “Wies” zu erklären: “Ich verzichte gerne auf meinen wohlverdienten Mittagsschlaf, um diesem tollen Männerchor für den Musikgenuß zu danken!”
Nach diesem Erlebnis war nur noch Erholung angesagt: Eine 2stündige Fahrt mit dem Bäderschiff auf dem Staffelsee. Während dieser “Hochseereise” konnten wir unserem 1. Kassierer ein Ständchen zum 75. Geburtstag bringen.
Der Pfingstmontag begann wie der Samstag - Regen, Regen, Regen. Aber davon ließen wir uns nicht schrecken. Schlössertour war angesagt, aber nur bis zum Parkplatz am Schloß Hohenschwangau. Von dort aus konnte man für 90 Minuten die Umgebung selbst erkunden. Danach Fahrt über Füssen nach Mittenwald, direkt an der Karwendelwand. Auf der Rückfahrt konnte dann noch Oberammergau besichtigt werden.
Zum Abschlußabend unserer Tour trafen wir uns dann im Kurparkrestaurant, wo uns Toni mit seiner berüchtigten Heimgartenkapelle erwartete (die uns bereits bei unserem Besuch in Würzburg beim dortigen Polizeichor besucht hatte). Wir wußten also, was uns erwartete, der Abend aber übertraf alles. Super Stimmung, tolle Unterhaltung, und dann wurde “Toni” noch von uns zum Ehrenkommissar ernannt und ihm eine weiße Dienstmütze überreicht, die er dann auch den Rest des Abends mit Stolz trug.
Als wir dann am Abreisetag den Angestellten des Hotels zum Abschied ein Ständchen vor der Rezeption sangen, flossen sogar ein paar Tränen
Fünf wunderschöne, uns in Erinnerung bleibende Tage waren vorbei, neue Eindrücke aber blieben und neue Freunde wurden gewonnen.

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Erstellt: 30.01.2012 - K.H. Bockel